Wire Processing and Testing for Data Center Equipment Manufacturers

Data Centers

Der Rechenzentren-Boom erreicht die Produktion
Da in jedem Rechenzentrum kilometerweise bearbeitete Kabel verlegt werden, verwandeln automatisierte Kabelverarbeitung und Tests die steigende Nachfrage in eine Chance zur Skalierung.
  • Hohe Leistungsdichte und fortschrittliche Kühlung
    Die enormen Leistungsanforderungen und hohen thermischen Lasten der Infrastruktur von Rechenzentren führen zu einem verstärkten Bedarf der Leistungsverteilung und zunehmend komplexeren Kühlsystemen. Automatisierung und integrierte Prüfungen helfen, diesen Anforderungen unter Zeitdruck gerecht zu werden.
  • Hohe Komplexität bei kleinen Losgrössen
    Kundenspezifische Leistungsverteiler (Power Distribution Units - PDUs), Schaltanlagen und Kühlsysteme gehen mit Tausenden von einzigartigen Kabelkonfigurationen einher. Ein digitaler Workflow von der ECAD-Zeichnung bis zur Kabelverarbeitung und zum Testen macht die Produktion flexibler, produktiver und kosteneffizienter.
  • End-to-End-Qualität mit 100 % Testsystemen
    Jedes verarbeitete Kabel muss getestet und dokumentiert werden, von der Leistungsverteilung bis hin zur Kühlung – insbesondere in der Hochgeschwindigkeits-Netzwerkschicht, die das Rechenzentrum zusammenhält. Automatisierte Prüfungen verifizieren jeden Anschluss in grossem Umfang, nicht nur Stichproben.
  • Fachkräftemangel und Zeitdruck
    Anbieter von Rechenzentren stehen vor schweren Herausforderungen wie dem Mangel an qualifizierten Technikern, verbunden mit besonders engen Lieferfristen. Diese Herausforderungen können durch eine schrittweise Automatisierung überwunden werden, ohne den ROI aus den Augen zu verlieren.

Leistungsverteilung

Die Leistungszentale eines jeden Rechenzentrums

Die Leistungsverteilung erreicht jeden Teil eines Rechenzentrums, von Mittelspannungs-Schaltanlagen und unterbrechungsfreien Stromversorgungs-Systemen (USV) bis hin zu Niederspannungs-Schaltanlagen, PDUs und Busway-Abzweigungen. Die beteiligten Kabel reichen von kleinen einadrigen Steuerkabeln bis hin zu robusten Mehrleiter-Stromkabeln. Der Bau dieses Equipments ist ein hochgradig kundenspezifischer Prozess: Kabelintensive Schalttafeln, die auf Bestellung in kleinen Stückzahlen gefertigt werden und Tausende von Anschlüssen pro System aufweisen, werden immer noch weitgehend von Hand verdrahtet, und das in einer Zeit, in der qualifiziertes Personal knapp ist und die Fristen eng.

Schaltschrank- und Schaltanlagenverkabelung

Niederspannungsschaltanlagen und Schaltschränke enthalten die höchste Dichte an einzelnen Einzeldraht-Kabeln, typischerweise in einem Bereich von 0,5 bis 6 mm² (20 bis 10 AWG). Ein einzelner Schaltschrank kann tausende Kabel mit tausenden einzelnen Anschlussstellen enthalten, und da das Verlegen, Markieren und Crimpen manuell anhand eines elektrischen Schaltplans durchgeführt wird, kann selbst ein erfahrener Techniker bis zu 20 Minuten für ein einzelnes komplexes Kabel aufwenden.

Hier zeigt die Komax Gruppe ihre wesentliche Stärke, da Daten zu einem Schlüsselelement der Produktivität werden. Anstatt Kabellisten manuell erneut einzugeben, werden die im ECAD erzeugten Konstruktionsdaten in einen produktionsfertigen und optimierten Kabelsatz konvertiert. Die WIRE Mind Plattform automatisiert die Datenvorbereitung, unterstützt bei Bedarf bei der Bestimmung der Kabellänge und verwaltet die Zeta-Arbeitslast, die die Kabel in einem einzigen Zyklus trennt, markiert, abisoliert und crimpt und sie in der entsprechenden Montagereihenfolge liefert. WIRE Mind und Zeta arbeiten als ein System zusammen. Und genau diese Kombination macht höchste Arbeitslasten möglich. Ein noch höheres Automatisierungslevel wird mit unserer vollautomatischen Vormontage auf der Omega-Maschine erreicht, die Steckverbinder und Kontaktleisten direkt verdrahtet.

Der gleiche Prozess und die gleichen Maschinen decken Niederspannungsschaltanlagen, PDUs und Busway-Abzweigungen ab. ,Mit einer einzigartigen Konfiguration für fast jedes System ist dieser datengetriebene Ansatz oft die schnellste Automatisierungsinvestition, die sich auszahlt.


Stromkabel mit grossem Querschnitt für Mittelspannungsschaltanlagen, USV und Generatoren

Mittelspannungsschaltanlagen, USV-Systeme, Generatoren und die Primärverteilungen verwenden schwerere, einadrige Stromkabel und grössere Anschlüsse, die rund um die Uhr Lasten führen. Auch hier bietet Komax bewährte Lösungen: Unsere automatischen Crimpanlagen produzieren terminierte Leistungsbaugruppen bis zu 95 mm² (3/0 AWG) mit konstanter, wiederholbarer Qualität, während unsere halbautomatischen Maschinen Drähte oder Kabel mit Querschnitten bis zu 300 mm² (MCM 600) schneiden und abisolieren.

Mehrleiter-Stromleitungen werden hingehend in den meisten Werken nach wie vor weitgehend von Hand montiert. Kein einziger Anbieter automatisiert jeden Schritt, daher liegt der eigentliche Wert darin, Automatisierung dort zu implementieren, wo sie den grössten Unterschied macht.

Unabhängig vom Querschnitt müssen Stromanschlüsse Standards wie IPC/WHMA-A-620 erfüllen, mit Crimpkraftüberwachung und vollständiger Dokumentation, die im Abschnitt Testen und Qualitätssicherung behandelt werden.


Kühlsysteme

Mehradrige Verkabelung im Zentrum des Wärmemanagements

Kühlsysteme gehören zu den kabelintensivsten Teilen eines Rechenzentrums. In einer typischen Chiller-Einheit sind etwa 60 % der elektrischen Anschlüsse Einzelleiter, und 40 % sind mehradrige Kabel, typischerweise ungeschirmte 3G1.5-Kabel (3x14AWG), die zu Ventilatoren, Klappen, Ventilen und anderen Aktuatoren oder Sensoren führen. Was die Verarbeitung betrifft, werden diese mehradrigen Kabel ähnlich wie die Schaltschrankverdrahtung vorbereitet, sodass dieselbe Automatisierung übernommen wird. Die Kabel werden von Hand in jeder Einheit verlegt, und die Vorbereitung sowie Montage der Verkabelung für ein einzelnes System kann ein Produktionsteam bis zu zwei Wochen in Anspruch nehmen –in Zeiten, in der die Nachfrage schneller wächst, als die Teams aufgestockt werden können.



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Vernetzung

Hochgeschwindigkeitsdaten in grossem Massstab

Vernetzung tritt da auf, wo sich die Anschlüsse eines Rechenzentrums vervielfachen. Vom Internetanbieter (ISP) über Firewalls, Schalter und Spines bis hin zu den Server-Racks fliesst die Datenübertragung über Kupfer-, Koaxial- und Glasfaserkabel. Hierbei übernimmt Kupfer die kurzen Verbindungen und Glasfaser die längeren, Hochgeschwindigkeitsstrecken. KI hat den Umfang verändert: Der traditionelle Cloud-Verkehr verläuft Nord-Süd und ist durch den Internet-Anschluss begrenzt, während KI-Arbeitslasten einen Ost-West-Verkehr über Leaf-Spine-Netze erzeugen, in denen Grafikverarbeitungseinheiten (GPUs) miteinander kommunizieren. Das vervielfacht die Anzahl der Anschlüsse exponentiell und treibt die Geschwindigkeiten auf 800 G und darüber hinaus, wodurch die Vernetzung bei weitem zum anschlussdichtesten Teil jedes Rechenzentrums wird. Viele dieser Hochgeschwindigkeitsbaugruppen, von DAC- und Twinax-Verbindungen bis hin zu kompletten NVLink-Spines, werden von spezialisierten Interconnect-Herstellern in einem Prozess gefertigt, der weit von der herkömmlichen Kabelverarbeitung entfernt ist.

Verarbeitung der Kabel hinter dem Netz

Bei diesen Geschwindigkeiten gibt es keinen Spielraum für Abweichungen. Mit Millionen von Anschlüssen in einer einzelnen Anlage beginnt zuverlässige Vernetzung mit präziser Kabel- und Drahtverarbeitung. Lichtwellenleiter und RJ45-Kabel sind zwei Beispiele dafür, wie die Verarbeitungsanforderungen variieren können: Je nach Kabelaufbau kann die Vorbereitung das Schneiden und Abisolieren sowie die Verarbeitung von Mänteln, Abschirmungen und mehreren Schichten umfassen.

Hier kommt Komax ins Spiel. Für Lichtwellenleiter-Anwendungen können die benötigten Fasernlängen als Produktionsaufträge in der WIRE Flow Software geplant und direkt zur Verarbeitung an die E300 gesendet werden. Dies verbindet die digitale Produktionsplanung mit der Maschine, reduziert manuelle Berührungspunkte in der Produktionsvorbereitung und erleichtert die Handhabung unterschiedlicher Fasernlängen. Für die RJ45-Verarbeitung erfordern unterschiedliche Kabelkonstruktionen Flexibilität in der Produktion. Die Lösungen der Komax Gruppe zum Einschneiden und Abisolieren decken diese sich ändernden Bedürfnisse ab, während die schnelle Einrichtung den Wechsel von einer Anwendung zur nächsten erleichtert. Das Ergebnis ist die erforderliche Flexibilität, wechselnde Kabelanforderungen mit konsistenter Verarbeitung zu bewältigen, was genau das ist, was die Netzwerkschicht in grossem Massstab verlangt.


Testen und Qualitätssicherung

Einhaltung strenger Null-Fehler-Toleranzen und 100 % elektrische Prüfungen

Jedes elektrische System für Rechenzentren, sei es ein Schaltschrank, eine Kältemittel-Steuertafel oder eine Hochgeschwindigkeits-Kupferverbindung, benötigt 100 % elektrische Prüfungen und Sicherheitstests mit vollständiger Dokumentation. Hochzuverlässige Standards wie IPC/WHMA-A-620 Klasse 3 lassen keinen Raum für Stichproben. Jeder Anschluss muss getestet werden, und jedes Ergebnis muss revisionssicher dokumentiert werden. Bei mehreren tausend Anschlüssen pro System ist dies nichts, womit manuelle Prüfungen Schritt halten können.

Funktioniert es und können Sie es beweisen?

Jeder Betreiber eines Datenzentrums benötigt Antworten auf diese zwei Fragen. Da die Durchsetzung der Null-Fehler-Toleranz in einem Rechenzentrum nicht verhandelbar ist, bedeutet ihre Einhaltung, dass Qualitätsaspekte in drei Phasen integriert werden müssen, anstatt sie erst am Ende zu überprüfen.


Testen im Produktionsprozess
Qualität beginnt im Produktionsprozess, wo die Crimpkraftüberwachung, Querschnittsanalyse und Kabelauszugsprüfung die Integrität jeder Baugruppe bestätigen, bevor sie die Maschine verlässt.
Testen der fertigen Baugruppe
Die Durchgangsprüfung bestätigt, dass jeder Anschluss vorhanden und korrekt ist und innerhalb seiner Widerstandsgrenzen arbeitet, während die Funktionsprüfungen verifizieren, dass der fertiggestellte Schaltschrank tatsächlich wie vorgesehen funktioniert. Kabelbäume und Kabelbaugruppen erfordern zusätzliche Hochspannungs-(Hipot-)Tests. Anstelle von Stichproben wird jeder Anschluss geprüft und Abweichungen unter Bedienern werden vermieden.
Vollständig, auditsichere Dokumentation
Gute Qualität endet mit der Dokumentation. Jedes Ergebnis wird aufgezeichnet und mit seiner Baugruppe verknüpft, um eine vollständige Rückverfolgbarkeit zu gewährleisten. Bediener sowie Generalunternehmer erhalten die auditsichere Dokumentation, die sie benötigen.

Bei einem vergleichbaren Schaltkasten wurde die Funktionsprüfung, die früher per Hand fast vier Stunden dauerte, mit einem adaptronic NT 600 in weniger als drei Minuten abgeschlossen. Bei dem Volumen, das ein Rechenzentrum erfordert, verwandelt dies 100 %iges Testen von einem Engpass in einen Standard-Schritt. Die nachstehenden Testsysteme decken jede Phase ab, von der Durchgangs- und Funktionsprüfung bis hin zu vollständigen Abschlussprüfungen der Racks.


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Lassen Sie uns die Planung gemeinsam angehen.


FAQ

Haben Sie noch Fragen an uns?

Haben Sie Fragen zur Automatisierung der Kabelverarbeitung, zum Umgang mit Starkstromkabeln, zur Verdrahtung von Kühlsystemen oder zum Testen und zur Rückverfolgbarkeit von Baugruppen für Rechenzentren? Hier finden Sie Antworten auf die Fragen, die wir am häufigsten von Herstellern hören, die diese Art Equipment bauen.

Welche Kabel, Kabelbäume und Anschlüsse werden in einem Rechenzentrum verwendet?

Ein modernes Rechenzentrum basiert auf einer Verkabelung in drei Zonen: Leistungsverteilung, Kühlung und Vernetzung. Es kommen eine Vielzahl an Kabeln zum Einsatz, die von dickwandigen Netzkabeln und einadrigen Steuerkabeln bis hin zu mehradrigen Kühlsystemkabeln sowie Hochgeschwindigkeits-Kupfer- und Glasfaserkabeln reichen.

Leistungsverteilung

Es werden einadrige Steuerkabel (oft vom Typ SIS und MTW in den USA), dickwandige Stromkabel von 6 AWG bis 500 MCM, Sammelschienen sowie PDU-Kabel und Netzkabel verwendet. Die Anschlüsse werden mit Crimp-Verbindern und Aderendhülsen hergestellt, die auf Maschinen wie der Zeta 640, Alpha 560 und MegaStrip 9680 verarbeitet werden.

Kühlsysteme

Die Verkabelung besteht aus einer Mischung von einadrigen Steuerkabeln innerhalb der Steuertafeln und mehradrigen Kabeln, die zu Ventilatoren, Pumpen und Sensoren führen, welche typischerweise mit bedrucktem Schrumpfschlauch und Aderendhülsen versehen sind. Diese werden auf der PowerStrip 9580 und der Zeta-Produktfamilie verarbeitet.

Netz- und Serverinfrastruktur

Kupfer-, Koaxial- und Twinax-Kabelbaugruppen, einschliesslich DAC (Direct Attach Copper Kabel) und ACC (All Aluminium Conductor) für kurze Hochgeschwindigkeitsanschlüsse, verbinden Server innerhalb und zwischen Racks, während Glasfaserkabelbaugruppen längere Strecken mit höherer Bandbreite abdecken, und Cat6A-Kabel versorgen das Management-Netzwerk. Unabhängig vom Typ muss jeder Anschluss elektrisch getestet und dokumentiert werden, wobei Systeme wie das Cirris 8250 und adaptronic NT 700 zum Einsatz kommen.

Wie unterscheiden sich KI-Rechenzentren von traditionellen Rechenzentren in Bezug auf Verkabelung und Leistungsverteilung?

KI-Rechenzentren sind nicht einfach nur grösser als herkömmliche Rechenzentren, sie benötigen auch eine massive Parallel-Rechenleistung, höhere Leistungsdichte, erweiterte Kühlung, ultraschnelle interne Kommunikation und eine zweckmässig ausgelegte Infrastruktur.

Für Anbieter hat dieser Shift drei praktische Konsequenzen:

  • Stromkabel werden schwerer, mit grösseren Kabelquerschnitten bis zu 500 MCM und Anschlüssen, die unter kontinuierlichen Lasten konsistent bleiben müssen.

  • Die Flüssigkeitskühlung ersetzt einen Grossteil der Luftkühlung und sorgt für deutlich mehr Mehrleiterkabeln zu Pumpen, Lüftern und Sensoren.

  • Und das schiere Kabelvolumen, kombiniert mit einer Null-Toleranz für Ausfälle, erhöht die Anforderungen an 100 % elektrische Prüfungen und eine auditsichere Dokumentation.

Wie kann ein Hersteller von Kabelbäumen oder Schaltschränken zu einem Anbieter für Rechenzentren werden?

Wir haben gute Nachrichten: Der Boom bei Rechenzentren benötigt genau die Fähigkeiten, die Kabelbaum- und Schaltschrankhersteller bereits besitzen. Unternehmen mit Erfahrung in der Kabelverarbeitung und im Schaltschrankbau, einschliesslich solcher, die sich von der Automotive- oder Maschinenbau-Branche diversifizieren, sind gut positioniert, um in den Bereich Schaltanlagen, Leistungsverteilung und Kühlequipment einzusteigen.

Wenn es um die Versorgung von Rechenzentren geht, sind drei Dinge entscheidend: die Erbringung der benötigten Leistung (trotz Arbeitskräftemangel), die Einhaltung enger Lieferfristen und – mit am wichtigsten – die Erfüllung der von den Rechenzentrumsbetreibern erwarteten Qualitätsanforderungen (100 % Inspektion und auditbereite Dokumentation gemäss IPC/WHMA-A-620 und UL). Automatisierung und integrierte Testverfahren können helfen, Engpässe in der Versorgung für Rechenzentren zu vermeiden.

Wie kann Automatisierung Anbietern für Rechenzentren bei der Bewältigung des Fachkräftemangels helfen?

Der Fachkräftemangel ist eine der grössten Herausforderungen für Anbieter von Rechenzentren. Automatisierung hilft nicht, indem sie erfahrenes Personal ersetzt, sondern indem sie die sich wiederholenden, körperlich anstrengenden Schritte aus ihren Händen nimmt, sodass ihr Fachwissen dort eingesetzt werden kann, wo es am wichtigsten ist.

Automatisierung macht sich auf mehreren Ebenen bemerkbar:

  • Die automatisierte Verarbeitung liefert eine gleichbleibende Qualität, unabhängig vom Bediener oder der Schicht, was entscheidend ist, wenn man bedenkt, dass manuelles Crimpen heutzutage bis zu 20 Minuten pro komplexem Kabel dauern kann oder wenn das Verdrahten einer einzelnen Kühleinheit ein Team zwei Wochen einbindet.

  • Ein durchgehender Datenpfad, der digitale Kabellisten direkt in die Maschine einspeist, reduziert die Abhängigkeit von knappen Spezialisten und verkürzt die Einarbeitungszeit für neues Personal.

  • Automatisiertes Testen prüft Tausende Anschlüsse, die kein Team von Hand verifizieren könnte.

Keine Panik: Automatisierung ist eine Reise, kein einzelner Sprung. Wenn Sie Ihr Unternehmen mit Automatisierung skalieren möchten, nehmen Sie gerne Kontakt mit uns auf. Wir analysieren Ihre aktuelle Produktion und finden aus unserem breiten Portfolio die passende Lösung.

Welche Kabelverarbeitungen können für Schaltanlagen und Schaltschränke automatisiert werden?

Die Antwort lautet kurz: Fast alle Schritte.

Die ausführlichere Antwort: Vom Schneiden und Markieren bis zum Abisolieren, Crimpen und Aufbringen von Aderendhülsen können all diese Schritte in einem einzigen Maschinenzyklus durchgeführt werden, anstatt als einzelne manuelle Schritte.

Zwei Faktoren machen hier den grössten Unterschied:

  • Die Kabel können genau in der Reihenfolge gefertigt werden, in der sie auch installiert werden, sodass die Montage mit einem montagefertigen Set statt mit losen Kabeln erfolgt, und die Auftragsdaten können direkt aus ECAD, 3D oder sogar Excel-Kabellisten an die Maschine übertragen werden, anstatt manuell eingegeben zu werden. Zu diesem Zweck übertragen Software wie WIRE Mind oder DLW Daten direkt an die Verarbeitungsmaschinen.

  • Für die vollautomatisierte Produktion von Kabeln für Schalttafeln schneidet, markiert, isoliert und crimpt die Zeta 640 die Kabel mit Aderendhülsen in einem einzigen Durchgang. Für teilweise automatisierte Prozesse übernehmen Schneid- und Abisoliermaschinen einzelne Schritte, und Crimper verarbeiten lose Kontakte und Steckverbinder, einschliesslich in gerader und gebogener Ausführung.

Da Schaltschränke eine Vielzahl von Kabeln und Steckverbindern enthalten, hängt das geeignete Automatisierungslevel von Ihrer spezifischen Kabelkonfiguration und den Losgrössen ab – setzen Sie sich gerne für eine unverbindliche Beratung mit uns in Kontakt.

Kann ich die Kabelverarbeitung automatisieren, wenn meine Kabellisten noch in Excel vorliegen?

Ja. Excel-Kabellisten sind ein ausgezeichneter Ausgangspunkt, und Sie benötigen nicht sofort ein vollwertiges ECAD- oder 3D-System. Viele Hersteller von Schaltanlagen und Schalttafeln starten genau so.

Software wie WIRE Mind und DLW können die Daten aus Ihren Excel-Listen importieren und direkt an die Verarbeitungsmaschinen senden, wodurch die manuelle Neueingabe und damit verbundene Fehler entfallen.

Je strukturierter Ihre Daten werden, desto mehr können Sie automatisieren: Der Übergang zu ECAD- oder 3D-Designdaten macht umfassendere Vorteile möglich, wie beispielsweise automatische Sequenzierung und nahtlose Rückverfolgbarkeit. Denken Sie stets daran, dass Sie mit den Daten starten können, die Sie heute haben, und dann Schritt für Schritt zu einem stärker integrierten Prozess übergehen können, zum Beispiel an Maschinen wie der Zeta 640.

Welche Automatisierungsmöglichkeiten gibt es für Starstromkabel und Kabel mit grossen Querschnitten bis zu 500 MCM?

Starkstromkabel kommen hauptsächlich in Mittelspannungsschaltanlagen, USV-Systemen, Generatoren und der in der Primärverteilung zum Einsatz. Für diese produziert der Alpha 560 Crimp-zu-Crimp-Baugruppen mit konstanter, wiederholbarer Qualität, während der MegaStrip 9680 grosse Querschnitte bis etwa 300 mm² (600 MCM) schneidet und abisoliert.

Die Crimpkraftüberwachung sorgt dafür, dass jede Crimpverbindung wiederholbar ist. Die allergrössten Kabelquerschnitte und mehradrigen Stromleitungen bleiben halbautomatisiert oder werden manuell verarbeitet, sodass der Wert der Automatisierung darin liegt, die Schritte zu automatisieren, die das höchste Volumen und die höchsten Lasten aufweisen.

Wie kann die Verarbeitung von mehradrigen Kabeln für Kühlsysteme automatisiert werden?

Ein grosser Teil dieses Prozesses kann heute bereits automatisiert werden. Die Einzeladerverdrahtung im Schaltschrank läuft auf der Zeta 640 vollautomatisch, während mehradrige Kabel zu Lüftern, Pumpen und Sensoren auf der MultiStrip 9480 geschnitten und abisoliert werden, wobei ein CableCoiler 1300 das fertige Kabel aufwickelt und Crimper lose Kontakte crimpen.

Auftragsdaten können mit Software wie WIRE Mind direkt von ECAD oder Excel an die Maschinen übertragen werden.

Vollautomatisierte Verarbeitungsschritte in einem Durchgang zum Abisolieren, Bedrucken von Schrumpfschlauchmarkierungen und zur Montage von Aderendhülsen gehören zu dem Bereich, die wir aktiv in Zusammenarbeit mit Herstellern der HLK/Kühlindustrie entwickeln. Als nächsten Schritt sollten Sie daher einen Blick auf Ihr spezifisches Kabelsortiment werfen.

Wie kann eine 100 %ige Prüfung von Rechenzentrum-Kabelbaugruppen effizient umgesetzt werden?

Elektrische Systeme für Rechenzentren unterscheiden sich in einem entscheidenden Punkt von vielen anderen elektrischen Systemen: Sie haben Tausende von Anschlüssen pro System, und jeder einzelne muss getestet werden, nicht nur als Stichprobe, wie es in vielen anderen Branchen üblich ist. Effizienz ist daher nicht nur hilfreich, sondern der einzige Weg, um angesichts des mit der heutigen hohen Nachfrage nach Equipment für Rechenzentren verbundenen Zeitdrucks eine 100 %ige Prüfung sicherzustellen.

Der effizienteste Ansatz besteht darin, den Testprozess zu automatisieren und ihn in zwei Schritten durchzuführen: zuerst die Unterbaugruppen, dann die Endbaugruppe.

Automatisierte Prüfsysteme prüfen jeden Anschluss innerhalb von Sekunden und protokollieren gleichzeitig das Ergebnis. Die Erkennung eines Fehlers bereits in der Unterbauphase ist weitaus kosteneffizienter als die Entdeckung erst nach der vollständigen Montage des Schranks oder Racks. Der Cirris Easy-Touch Pro deckt Baugruppen mit bis zu 512 Anschlüssen ab, der Cirris 8250 eignet sich für grössere Kabelbäume und den Abchlusstest kompletter Racks, und der adaptronic NT 700 bewältigt komplexe Kabelbäume und Hochspannungsprüfungen.

Jedes Gerät testet Kontinuität, Widerstand und Isolation in einem einzelnen Durchgang, stellt sicher, dass jedes Kabel an der richtigen Position sitzt, und protokolliert die Ergebnisse für eine auditsichere Dokumentation. Dies macht das Testen zu einem schnellen, wiederholbaren Schritt, der keinen Engpass mehr verursacht.

Welche Rückverfolgbarkeits- und Dokumentationsoptionen stehen für die Kabelproduktion für Rechenzentren zur Verfügung?

Rechenzentrumsbetreiber möchten nicht nur wissen, dass eine Kabelbaugruppe funktioniert, sie wollen einen Nachweis dafür – oft bis hin zum einzelnen Anschluss und dessen Seriennummer. Deshalb ist die Rückverfolgbarkeit in den gesamten Prozess integriert, vom Anschnitt bis zum Abschlusstest, anstatt nur am Ende hinzugefügt zu werden.

Mehrere Optionen arbeiten in diesem Prozess zusammen:

  1. Während der Produktion zeichnet die Crimpkraftüberwachung die Qualität jedes einzelnen Anschlusses sofort nach dessen Herstellung auf. Und da Auftragsdaten beispielsweise mit Software wie WIRE Mind oder DLW aus ECAD oder Excel übertragen werden können, lässt sich durch die Verarbeitung bis hin zum Testen jedes erfasste Ergebnis bis zur ursprünglichen Kabelliste zurückverfolgen.

  2. Kabelbaugruppen können mit einzigartigen IDs serialisiert werden, und in vielen Vernetzungsanwendungen werden sogar einzelne PINs und Steckverbinder verfolgt. Testsysteme wie das Cirris 8250, das Cirris Easy-Touch Pro und das adaptronic NT 700 zeichnen die tatsächlich gemessenen Werte für jeden Anschluss auf, wie Widerstand, Isolation und Hochspannungstestergebnisse, anstatt nur ein „Bestanden“ oder „Nicht Bestanden“ auszugeben.

Das Ergebnis ist eine auditsichere Dokumentation, die Bediener sowie Generalunternehmer zufriedenstellt und Normen wie IPC/WHMA-A-620 einhält.

Unterstützen Komax Maschinen IPC/WHMA-A-620 (Klasse 3) und UL – einschliesslich Zugtests und Crimpkraftüberwachung?

Ja. Sowohl die Verarbeitungsmaschinen als auch die Testsysteme sind darauf ausgelegt, IPC/WHMA-A-620 bis Klasse 3 sowie UL-Anforderungen zu unterstützen, einschliesslich der hier genannten spezifischen Prüfungen.

Die Qualität wird an zwei Punkten bestätigt:

Qualitätssicherung während der Produktion

Die Crimpkraftüberwachung prüft jeden Crimp während der Herstellung und meldet jede Abweichung als Grundlage für die Crimp-Wiederholgenauigkeit der Klasse 3. Zugprüfungen und Querschnittsanalysen verifizieren dann die mechanische Integrität der Anschlüsse nach demselben Standard.

Testen der Baugruppe

Auf der elektrischen Seite führen die Testsysteme, die Cirris 8250, Cirris Easy-Touch Pro und adaptronic NT 700, Durchgangs-, Widerstands- und Hochspannungs-(Hipot-)Tests durch und können auf die genauen Akzeptanzgrenzen eingestellt werden, die eine Norm verlangt, einschliesslich UL-Dielektrikumlevels, die das Doppelte der Bemessungsspannung plus 1.000 V betragen.

Von der ersten Crimpverbindung bis zum Abschlusstest wird die Einhaltung der Normen sowohl durchgesetzt als auch dokumentiert.

Welche Testsysteme eignen sich für Kabelbäume mit Hunderten bis Tausenden von Anschlüssen?

Das richtige System hängt hauptsächlich von zwei Aspekten ab: die Anzahl der Anschlüsse und das Spannungslevel. Automatisierte Testsysteme skalieren von einigen hundert Punkten bis in die Tausende und prüfen jeden Anschluss in einem einzigen Durchlauf, was die einzige praktikable Methode ist, um einen Kabelbaum oder Schaltschrank mit so vielen Anschlüssen zu testen.

Ein grober Richtwert in Abhängigkeit von der Anschlussanzahl
  • Der Cirris Easy-Touch Pro deckt Baugruppen mit bis zu 512 Anschlüssen ab, was ihn zu einer guten Wahl für mittelgrosse Kabelbäume und Schaltschränke macht.

  • Die Cirris 8250 skaliert darüber hinaus in die Tausende und bis zu einem kompletten Abschlusstest der Racks, was sich für grosse Schaltanlagen-Racks und Server-Racks eignet.

  • adaptronic NT 700 und NT 600 bieten eine Abdeckung für komplexe Kabelbäume und Funktionsprüfungen, und die KT 211 ermöglicht geführte Durchgangsprüfungen mit Sonden.

Alle führen Durchgangs-, Widerstands- und Hochspannungsprüfungen (Hipot) in einem automatisierten Durchlauf durch und zeichnen die gemessenen Werte für jeden Anschluss auf, sodass während des Testens eine Dokumentation erstellt wird.