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Geschäfts­modell und Strategie

Komax bietet ihren Kundinnen und Kunden in den vier Marktsegmenten Automotive, Aerospace, Data-/Telecom und Industrial technologisch führende Lösungen für die automatisierte Kabelverarbeitung und strebt danach, ihre Wettbewerbsfähigkeit zu stärken.

Globale Megatrends

Was unser Geschäft antreibt

e-mobility

Die globalen Megatrends führen zu mehr und neuartigen Kabeln in den Fahrzeugen, die aufgrund von Faktoren wie Qualität, Effizienz, Komplexität, Kosten, Miniaturisierung und Rückverfolgbarkeit die Nachfrage nach Automatisierungslösungen stetig steigern.

Emissionsreduktion und Elektromobilität

⁠⁠Wachsendes Umweltbewusstsein der Konsumentinnen und Konsumenten und das damit einhergehende Ziel von emissionsfreien Fahrzeugen gehört zu den Megatrends, die das Geschäft von Komax langfristig unterstützen. Der Elektromobilität kommt dabei eine entscheidende Bedeutung zu.

Zunehmende Vernetzung von Fahrzeugen

Ein weiterer Megatrend ist die wachsende Vernetzung von Fahrzeugen. Infotainmentsysteme werden immer umfassender und komplexer. Integrierte Informationssysteme bilden die Basis für die Zukunft: das autonome Fahren.

Höhere Sicherheit

⁠⁠Das Bedürfnis nach mehr Sicherheit im Strassenverkehr zählt ebenfalls zu den Megatrends. Dabei steht nicht mehr nur der Unfallschutz im Vordergrund, sondern vor allem auch die Unfallvermeidung. Als Folge davon wird die Anzahl Sensoren in den Fahrzeugen weiter steigen.

Mehr Kosteneffizienz für erschwingliche Fahrzeuge

Schliesslich zeichnet sich auch ein globaler Megatrend zu erschwinglichen Fahrzeugen ab. Dies bedingt eine höhere Kosteneffizienz in der Fertigung, wodurch der Druck steigt, die Kabelverarbeitung weiter zu automatisieren.

Diese Trends unterstützen das Geschäft von Komax nachhaltig und bieten langfristige Wachtumsmöglichkeiten:

cables

Mehr Kabel pro Fahrzeug

Innovationen im Fahrzeugbau, neue Funktionalitäten und der stetig steigende Ausrüstungsgrad in sämtlichen Fahrzeugklassen führen dazu, dass der Bedarf an Leitungen und Crimpkontakten in der Automobilindustrie weiter zunimmt. Diese seit einigen Jahren spürbare Tendenz wird sich künftig weiter verstärken. Dadurch steigt die Anzahl Kabel, die pro Fahrzeug konfektioniert werden muss.

Tiefer Automatisierungsgrad

Ein Grossteil der Kabelsatzherstellung erfolgt nach wie vor von Hand. Doch steigende Lohnkosten, knapper werdende personelle Ressourcen und mit der Komplexität wachsende Fehlerquellen begünstigen Investitionen in die Automatisierung. Intelligente Automatisierungslösungen, Qualitätssicherungstools und Testsysteme zur Prüfung von Kabelsätzen helfen, die Effizienz und Sicherheit im Produktionsprozess zu gewährleisten. Automobilhersteller fordern deshalb von ihren Zulieferern den Automatisierungsgrad ihrer Produktion weiter zu erhöhen.

Vereinfachung des Kabelbaums und Miniaturisierung

Kabelsätze in Fahrzeugen werden immer komplexer. Das erschwert die automatisierte Herstellung. Automobilhersteller arbeiten deshalb an einer Vereinfachung des Kabelbaums. Zonale Bordnetze mit mehreren kleineren statt eines grossen Kabelbaums werden die Länge der Kabel reduzieren, jedoch nicht zwingend deren Anzahl, welche für Komax entscheidend ist. ⁠Einfachere Kabelbäume mit kürzeren Kabeln ermöglichen eine deutliche Steigerung des Automatisierungsgrads. Hinzu kommt die voranschreitende Miniaturisierung der Kabel, welche eine manuelle Verarbeitung zunehmend schwierig oder gar unmöglich macht.

Corona-Pandemie ändert nichts an globalen Megatrends

Die Corona-Pandemie setzte der Automobilindustrie stark zu, wodurch die Produktionszahlen 2020 und 2021 deutlich tiefer waren als in den Vorjahren. Komax Kundinnen und Kunden begannen deshalb erst im Verlauf von 2021 wieder, in den Kapazitätsausbau zu investieren. Die erwähnten grundsätzlichen Treiber der Automatisierung in der Kabelverarbeitung sind dennoch zum Tragen gekommen. Die Corona-Pandemie hat bei den Kunden die Erkenntnis gestärkt, dass kein Weg an der Automatisierung vorbeiführt.


Unternehmensstrategie

Vier strategische Stossrichtungen

Komax bietet ihren Kundinnen und Kunden in vier Marktsegmenten technologisch führende Lösungen für die automatisierte Kabelverarbeitung und strebt danach, ihre Wettbewerbsfähigkeit zu stärken. Überdurchschnittliche Profitabilität und nachhaltiges Wachstum sind dabei wichtige Ziele. Damit verbunden ist ein umweltbewusstes, soziales und gegenüber allen Anspruchsgruppen verantwortungsvolles Handeln. Um die Ziele zu erreichen verfolgt Komax vier strategische Stossrichtungen:

Selektive Akquisitionen

Die Komax Gruppe will primär organisch wachsen. Im Rahmen einer klar definierten Akquisitionsstrategie, die sich an den vier strategischen Stossrichtungen orientiert, prüft sie zudem sorgfältig potenzielle Übernahmegelegenheiten. Die Akquisitionen der vergangenen Jahre haben wesentlich zur Umsetzung der strategischen Stossrichtungen beigetragen. Als Beispiele seien hier die Akquisitionen der TSK Gruppe (2012, Lösungen entlang der Wertschöpfungskette), von SLE quality engineering (2014, innovative Fertigungskonzepte), der Thonauer Gruppe (2016, globale Kundennähe), von Laselec (2017, innovative Fertigungskonzepte und Entwicklung von Non-Automotive-Märkten), Artos Engineering (2019, globale Kundennähe und innovative Fertigungskonzepte) und Exmore (2019, innovative Fertigungskonzepte) genannt.


Unsere Märkte

Fokus auf vier Marktsegmente

Komax konzentriert sich auf vier Marktsegmente. Kerngeschäft ist das Marktsegment Automotive mit einem Umsatzanteil von rund 80 %.

Automotive

Dies ist das mit Abstand wichtigste Marktsegment für Komax. Die Menge an zu verarbeitenden Kabeln ist in keinem anderen Markt so gross. ⁠Bei momentan jährlich 70 bis 90 Millionen produzierten Fahrzeugen, von denen jedes durchschnittlich rund 1'600 Kabel mit 2'600 Crimpkontakten enthält, ist der Bedarf an Automatisierungslösungen enorm hoch. Durch die Zunahme von elektrischen Funktionen ist die Tendenz steigend. Zudem besteht noch viel Potenzial für zusätzliche Automatisierung von bisher handgefertigten Kabelbäumen.

Data-/Telecom

Die Übertragung von grossen Datenmengen und das permanente Vernetzen von Personen gehören im Marktsegment Data-/Telecom zum Standard. Dazu verwendete Kabel werden immer häufiger auch in Fahrzeugen eingesetzt. Denn diese werden zunehmend vernetzter und verfügen über umfassende Informationssysteme, die in Zukunft das autonome Fahren ermöglichen werden. Die aus dem Marktsegment Data-/Telecom gewonnenen Erfahrungen kann Komax somit auch im Marktsegment Automotive nutzen.

Aerospace

Sicherheit, Leichtbau und Reduktion von Emissionen haben in der Luft- und Raumfahrt einen sehr hohen Stellenwert. Die Einstiegshürden für Zulieferer sind sehr hoch. Die ⁠Komax Gruppe verfügt über viel Know-how im Aerospace-Bereich, wo die Automatisierung der Kabelverarbeitung noch auf sehr tiefem Niveau ist. Komax kann diese Erfahrungen für ihr Kerngeschäft nutzen, da Erkenntnise aus dem Aerospace-Bereich auch in der Automobilindustrie immer wichtiger werden.

Industrial

Bei der Kabelverarbeitung für industrielle Anwendungen, beispielsweise bei elektrischen Schaltschränken, geht es oft um sehr kleine Losgrössen. Damit eine Automatisierung für den Schaltschrankbauer dennoch wirtschaftlich ist, hat Komax spezifische Maschinen des Typs Zeta entwickelt. Die automatisierte Kabelverarbeitung hält immer häufiger auch bei industriellen Anwendungen Einzug. Um das vorhandene Potenzial im Schaltschrankbau noch besser nutzen zu können, hat Komax im Jahr 2020 gemeinsam mit weiteren Technologieführern die Smart Cabinet Building Initiative gegründet.

Erfahren Sie mehr über die Smart Cabinet Building Initiative

Service

In allen Marktsegmenten profitieren Kundinnen und Kunden vom globalen Vertriebs- und Servicenetzwerk von Komax. Zum Serviceangebot gehört, dass Komax ihre Kunden dabei unterstützt, das volle Potenzial ihrer gekauften Maschinen und Prüfsysteme zu nutzen sowie diese einwandfrei zu bedienen und zu warten. Zu diesem Zweck hat Komax das umfangreiche Service-Angebot «Komax Care» lanciert. Dazu gehört auch die Komax Academy. Diese bietet ein modulares Schulungsprogramm mit drei Kompetenzstufen und über 100 Online-Trainings an.

Erfahren Sie mehr über Komax Care

Markenstrategie

Fokussierung auf die Marke Komax

2022 wurde in der Komax Gruppe ein Rebranding-Prozess durchgeführt: Aus den Marken Artos, Exmore, Kabatec, Laselec, Thonauer und TSK wurde Komax. Die Webseiten dieser Unternehmen bleiben bis auf Weiteres bestehen.

Akquisitionen entlang der Wertschöpfungskette

Durch verschiedene Akquisitionen in den vergangenen Jahren hat sich die Komax Gruppe zu einem Anbieter von Lösungen und Services entlang der gesamten Wertschöpfungskette entwickelt. Dabei ist sie mit sieben Marken – Komax, Artos, Exmore, Kabatec, Laselec, Thonauer und TSK – im Markt präsent. Die Unternehmen und innovativen Produkte, die hinter diesen Marken stehen, sind in den letzten Jahren immer näher zusammengerückt und ergänzen sich optimal. Damit dies noch besser wahrnehmbar wird, wird sich die Komax Gruppe künftig auf die starke, weltweit etablierte Marke Komax fokussieren.

Komax ist einzige Marke

Seit Oktober 2022 besteht von den sieben bisherigen Marken ausschliesslich die Marke Komax weiter. Auf die Organisationsstruktur der Komax Gruppe hat die neue Markenstrategie keinen Einfluss. Alle bisherigen Gesellschaften bleiben erhalten und erfüllen mit ihren bewährten Produkten und Services die Bedürfnisse ihrer Kunden. Was sich bei verschiedenen Gesellschaften ändert, sind der Firmenname (z.B. von TSK Tunisia zu Komax Testing Tunisia) sowie der visuelle Auftritt mit der für sie «neuen Marke» Komax.

Integration der Webseiten folgt

Zusätzlich zum Rebranding arbeitet die Komax Gruppe an einer neuen Online-Plattform, in welche die bisherigen Webseiten von Artos, Exmore, Kabatec, Laselec, Thonauer und TSK integriert werden. Da diese Integration erst im Verlauf des Jahres 2023 stattfinden wird, sind die Produkte und Services dieser Unternehmen weiterhin auffindbar unter:


Innovation

Technologieführer bleiben

Innovationsfähigkeit ist für ein marktführendes Unternehmen wie Komax von höchster strategischer Bedeutung. Deshalb investiert Komax bereits seit Jahren überdurchschnittlich stark in Innovationen zur Optimierung des bestehenden Produktsortiments und in Neuentwicklungen. Jährlich wendet Komax rund 8 – 9 % des Umsatzes für Forschung und Entwicklung auf. Ziel ist die Entwicklung von differenzierenden, innovativen Produkten und Lösungen für Kundinnen und Kunden. Die Effizienz und Sicherheit der Prozesse beim Kunden werden so erhöht und verschaffen ihnen damit zusätzliche Wettbewerbsvorteile.

Seit 2017 hat Komax CHF 190.2 Millionen für Forschung und Entwicklung ausgegeben und sich damit in eine führende Position gebracht, um die Automatisierung der Kabelverarbeitung weiter voranzutreiben und den Umbruch der Automobilindustrie mitzuprägen. Für Komax ist dies eine entscheidende Vorinvestition, um die Chance für zusätzliche Alleinstellungsmerkmale nutzen und die Wettbewerbsfähigkeit sichern zu können.

Elektromobilität

Komax unterstützt den beschleunigten Wandel zur Elektromobilität. Für Komax ist diese Entwicklung vielversprechend: einerseits aufgrund ihres Lösungsportfolios für die Verarbeitung von Hochvoltkabeln und andererseits, weil neue Elektrofahrzeug-Modelle oftmals über modernste Assistenzsysteme – als Grundlage für das autonome Fahren – sowie Infotainmentsysteme verfügen. All diese Systeme benötigen eine Vielzahl von Spezialkabeln, die Komax zusätzliche Absatzmöglichkeiten bieten. Komax ist für diese Entwicklungen sehr gut positioniert und unterstützt sie massgeblich mit innovativen Lösungen.

Digitale Transformation

Die digitale Transformation ist von grosser strategischer Bedeutung für die Komax Gruppe. Sie ist mit namhaften Investitionen verbunden. Diese Investitionen werden sich mittel- und langfristig auszahlen und die Profitabilität sowie die Technologieführerschaft sichern.

SMART FACTORY by KOMAX

Trotz der steigenden Komplexität müssen Kundinnen und Kunden von Komax zuverlässig konstant hohe Qualität liefern – und dabei die Kosten möglichst tief halten. Damit dies machbar ist, stellt Komax ihren Kunden die SMART FACTORY by KOMAX bereit, mit der sie Produkte und Lösungen erhalten, welche die Qualitätskosten massgeblich reduzieren und die Produktivität der Kabelverarbeitung deutlich steigern. Dadurch erreicht Komax gemeinsam mit ihren Kunden, dass Endkunden intelligente Produkte erhalten, die nicht nur kontinuierlich besser werden, sondern auch verlässlich funktionieren und erschwinglich sind.


Zusammenarbeit mit Initiativen

In Gemeinschaftsprojekten gestaltet Komax den Technologiewandel aktiv mit. Zum Beispiel ist im Schaltschrankbau viel Automatisierungspotenzial vorhanden. Um dieses zu nutzen hat Komax gemeinsam mit führenden Technologieunternehmen 2020 die Smart Cabinet Building Initiative gestartet. Durch die Vernetzung von Technologie und Expertise sollen über alle Prozessschritte ganzheitliche Lösungen für die heutigen und zukünftigen Herausforderungen im Schaltschrankbau bereitgestellt werden. Die Expertisen der fünf Partner ergänzen sich dabei hervorragend.


Mittelfristziele

Wert generieren

Überdurchschnittliche Profitabilität und nachhaltiges Wachstum sind wichtige Ziele für Komax. Dazu gehört auch ein umweltbewusstes, soziales und verantwortungsvolles Handeln gegenüber allen Anspruchsgruppen.

Ambitionierte Ziele bis 2023

Die Komax Gruppe zeichnet sich durch eine starke Eigenkapitalbasis aus und hat sich bis 2023 ambitionierte Ziele für Wachstum und Profitabilität gesetzt. Komax will über profitables Wachstum den Wert des Unternehmens kontinuierlich steigern. Basierend auf Analysen von IHS Markit zur Entwicklung des Automobilmarkts definierte der Verwaltungsrat Anfang März 2020, das heisst, bevor sich das Ausmass und die Folgen der Corona-Pandemie zeigten, Umsatz- und EBIT-Ziele für 2023 und bestätigte die attraktive Ausschüttungspolitik.

In diesen Zielen sind die zusätzlichen Umsatz- und EBIT-Beiträge, die der Ende August 2022 vollzogene Zusammenschluss mit Schleuniger mit sich bringt, nicht enthalten.